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zwar ganz bergmännisch, zuerst durch einen waga sie, so wie auf spätere Forschungen gegründet, wurde rechten Stollen, dann durch einen Schacht von oben von ihm im November 1845 diese zweyte Note über nach unten geöffnet. Nach einer Arbeit von 60 den Gegenstand vorgetragen, die im Druce (30 Sei: Tagen traf man, als der Stollen 111 Fuß weit ten in 8.) von einem Facsimile des Steines und getrieben war, auf ein Gewölbe von 12 auf 8 Fuß einer Tabelle begleitet ist, auf welcher man die Zei: inneren Raumes, worin Reste verkohlten Holzeschen desselben mit denen der bis jett bekannten afri: und zwen Menschengerippe, eines von vielen Hals: kanischen Inschriften verglichen und deren muthmaß: schnur - Ringelchen (grains de collier) umgeben. liche Geltung in Buchstaben des hebräischen und Durch den Schacht von oben herab gelangte man arabischen Ulphabets ausgedrückt findet. auf ein zweytes Gewölbe der Urt, daß, in schräger

Dieses Schriftchen nun ist es, dessen Inhalt Richtung, 60—70 Fuß über jenem lag. Da zeigte ich, obschon wenig befähigt meinerseits etwas hin: fich abermals ein menschliches Skelett und mit demsel:

zuzuthun, nicht für ungeeignet gehalten habe, auch ben eine ansehnliche Menge von Schmucksachen, näm:

in unsrer Mitte zur Sprache gebracht zu werden. lich nicht weniger als 170 Halsschnur - Ringelchen

Die eingangs erwähnte Frage ist ja eine derjenigen, aus gebranntem Shon, 500 kleine Seemuscheln,

die jedem Denkenden nahe gelegt sind, und will: 5 kupferne Armbänder, 150 Blättchen Glimmer

tommen heißt jeder Schimmer, der sie zu beleuchten (plaques de mica), Gegenstände von Elfenbein

verspricht. und andere ähnliche. Darunter das Steinchen mit den eingegrabenen Charakteren.

Man wird es natürlich finden, daß Jomard, Ueber dieses an sich unscheinbare Steinchen nun feinen vorausgegangenen Studien gemäß, seinen hatte sich, mittels einer Zeichnung, bereits im Jahre Standpunkt zur Betrachtung des kleinen amerikanischen 1831 der gelehrte Amerikaner E. 2. Vail um Steinchens ohne weiters auf dem breiten afrikanischen Aufschlüsse an das Mitglied des französischen Insti: Boden nimmt. Freylich geht er auch hier von einer tuts E. Fr. Jomard gewendet.

Annahme aus, welche selber noch nicht ganz fest Iomard, als weiland Theilhaber an der gelehr: steht, nämlich einer libyiden oder numidischen ten Commission, die höchst löblicher Weise dem Hee: Schrift. Und die Spuren einer solchen nachzu: reszuge Bonaparte's nach Hegypten beygegeben war,

weisen ist seine erste Sorge. als eine der Hauptpersonen, die nach der Hand das

Den ersten Fingerzeig auf das frühere und große Werk über Legypten ausgearbeitet haben, als

fortwährende Bestehen einer von der punischen und Herausgeber der Reise Drovetti's nach der Dare arabischen verschiedenen, einer eingebornen Sprache Siwah, und als Verfasser mancher andern werth:

des nördlichen Afrika's in Westen von Ucgypten hat vollen Schrift verwandten Inhalts war gewiß vor:

die zwar schon 1631 durch Thomas v. Urcos in zugsweise berufen, die neue Vorlage gehörig zu der Nähe von Tunis (Carthago) gefundene, aber würdigen.

erst zweyhundert Jahre später näher untersuchte Stein: Ueberrascht von der Lehnlichkeit der amerika:

Inschrift bey den Ruinen von Thugga (Tucca nischen Inschrift mit nordafrikanischen, mit denen er Terbinthiae) gegeben Im Jahre 1815 nabm sich beschäftigt hatte, gab er ein Urtheil ab, das neuerdings Graf Camillo Borgia an Ort und sofort in Vail's „Notice sur les Indiens de l'A- Stelle eine Abbildung, die durch Münter, num: mérique du Nord“ Paris 1840 feine Stelle fand. bert und Hamaker besprochen worden ist. GeDren Jahre später erhielt Jomard durch Dr. Har: nauer war jene, welche Grenville I emple im tan in New-York eine vollkommnere Abbildung des I. 1833 lieferte, die aber von einer durch Hon: Steines mittels Xborudes in Gyps *). Und auf egger, einen Reisegefährten Thomas Read's, ge:

) In W. B. Hodgson's „Notes on Northern

Africa" etc. New-York 1844 5. 46 findet sich

cine nad cinein Wachsabdruik gemachte Zeichnung dieser Charaktere.

nommenen noch übertroffen wurde. Auf diese beyden ben habe, und daß dieselbe, durch punischen, hat Gerenius feine Auslegung des Denkmals ge: römischen, arabischen, wandalischen Einfluß nicht we: gründet.

fentlich verändert in der nach Verschiedenheit der

Länder bald Sch unab, bald Schellub, Sar: Mit mehr Glüd, wie es scheint, hat sich im F. 1843 der Erklärer der zwensprachigen Steinschrift orchi, Tawi, Siwahi, Eretiah u. 1. f. ge:

nannten Berber: oder Kabaïlsprache fortbestehe, ist von Rosette, F. de Saulcy, auch an diesen Stein

eines der Hauptargumente der vorliegenden Erörtegemacht, der, wahrscheinlich das Grabbenkmal eines Numiden, ebenfalls eine doppelte Inschrift, nämlich

rung Jomard's. cine punisch - phönicische und eine zweyte sorgfältiger

Und nun läßt er sichs angelegen fenn, mit den gehaltene darbietet, welche denkbarer Weise keine also gewonnenen afrikanischen Zeichen jene des ame: andere als eine in dem ältern Idiom des Landes rikanischen Steines zu vergleichen. Er findet Lehn: verfaßte, also numidische seyn kann.

lichkeit zwischen mehrern, und wagt sogar einigen

ihre Geltung anzuweisen. Lehnlicher bloß numidischer Inschriften wurden bald darauf durch Falbe und Grenville Temple

Ich, meinestheils, vermag ihm ben diesen be: noch mehrere entdedt.

denklichen Beginnen nichts weniger als auf dem

Fuße zu folgen, und bescheide mich gerne, den ver: Nachdem Sauley aus Vergleichung mit der ehrlichen Mitgliedern zu eigenem Urtheile, außer der punischen Uebersebung den Werth von einigen unter Zusammenstellùng homard's selbst, einige eben zu den libyschen Zeichen sowohl der Thugga: als der Gebot stehende von den die fragliche afrikanische Schrift weiter gefundenen Inschriften herausgebracht, wurde betreffenden Hülfsmitteln vorzulegen, nämlich eine er von Constantine aus (durch Boissonnet) mit

Abbildung der Thugga : und einiger' ihr ähnlichen der Kunde überrascht, daß eine der von Thugga Inschriften, wie sie Gesenius (Paläologische Stu: ähnliche Schrift noch bis heute bey einem Stamme dien über phönizische und punische Schrift 1835. der Berbern, den von Nord und Süden aus die 4.) liefert, eine allem Anscheine nach hieher zu rech: Rarawanen der Sahara brandschapenden Juarits nende, die sich unter den Monumenten der Dase unter der Benennung Tafinał im Gebrauche sen, Siwah (tab. IX. fig. 5) findet; dann das Tuarik: und sich namentlich auch auf Felsen jener Gegenden Alphabet wie es, von Dr. Oudnen aufgefaßt, in an racht finde. Es wurden ihm zwölf dieser Buch: der Beschreibung, die er in den F. 1823–24 mit staben mit ihrer Geltung im Arabischen mitgetheilt, Major Denham und Capitän Clapperton ins fo mie sich auch ergab, daß dieselbe Schrift unter

Innere von Afrika gemacht (S. 65 der deutschen dem Namen Rom uz von den eigentlichen Arabern Uebersegung), dargestellt ist. oft noch, mit verabredeter andrer Geltung der Zeichen,

Nicht verhehlen kann man sich bey Betrachtung als eine Art Geheimsdrift gebraucht werde.

rolcher Charaktere, die zumeist aus geraden Linien Wenig würde indesien geholfen renn durch bestehen, welche sich unter verschiedenen Winkeln be den Nachweis einer Zusammenstimmung der Tuarit: rühren oder durchschneiden, daß Zeichen von was zeichen mit denen der alten Inschrift, wenn dieselben immer für einem Botke, in was immer für einer nicht auch einer gemeinschaftlichen Sprache oder doch Sprache, die mit scharfer Schneide in den Stein den bloß durch Zeit und Ort modificirten Dialekten gehauen werden, auf einen engen Kreis von Figuren einer solchen angehörten. Daß nun aber dieß der beschränkt reyen, und daß die von hier denen von

Fall fen, daß es feit den Zeiten Herodots (auf dort, obfcon fie völlig Verschiedenes bedeuten, ziem: · dessen II. B. c. 42, IV. B. c. 181 185 in lich ähnlich ausfallen müssen. Dies war auch, ich

dieser Hinsicht verwiesen wird) eine von den Be: gestehe es, als ich Somards Facsimile sah, mein wohnern libyens vom Nit zum atlantischen Meere erster Gedanke. Doch mußte ich, als ich die weni:

fich zum Theil ganz gleich auch auf den afrikanischen regt, überwältigten sie und beherrschten bis 534 den Inschriften zeigen, in Betracht 309, ihn wieder so Norden von Afrika. Bon da aus ließen sie auch ziemlich aufgeben.

die europäischen Inseln und Küstenländer des Mit:

telmeeres, selbst Rom, nicht unbesucht, und es ist Unferne lag allerdings, in Erwägung jenes frühern normannischen Besuches, der Gedante an

möglich, daß eben auch nach ihrem Namen von den

im Stammlande Gebliebenen wie von den Angel germanische Runen. Und wirklich hatte, auf an:

sachsen jenes Meer lange die Wendelsee (Wenfrage Jomard's, Rafn, in Kopenhagen sich für

delsea, Wentilseo) genannt worden ist. Da wir folche, und zwar für angelsächsische erklärt. Allein

über fie, die Barbaren und noch dazu arianische alle Arten dieser frühern germanischen Steinschrift,

Keber, fast nur Nachrichten von Ueberwundenen und so weit fie bekannt sind, zeigen eine von unsern fraglichen zu merklich verschiedene Haltung, als daß fpäter und zum Theil wohl noch bis heute der Be:

von Rechtgläubigen haben, so ist an ihrem Namen man diesen so leicht denselben Ursprung zutrauen

griff ausgezeichneter Rohheit haften geblieben. Dem könnte.

fer wie ihm wolle. Genug, sie haben fich über Zwar in solchen Dingen ist das Urtheil schwie: die hundert Sahre im Besige Afrika's zu behaupten rig, und während z. B. mir unter den in Rafn's An- vermocht. Und wenn die Entscheidungsschlacht gegen tiquitates Americanae abgebildeten Felseninschriften Belisar sie ihren König und die Herrschaft gekostet, nur die der Portsmouthrods auf Rhode Island To ist wenig wahrscheinlich, daß sie dieselbe, wie (S. 397. 401. tab. XIII. fig. 1. 2. 3), da sie Procopius nach einer den Ulten geläufigen Redens: ebenfalls meist aus geraden Strichen besteht, die sich art anzubeuten scheint, nicht überlebt haben sollten unter allerley Winkeln berühren, und durch Linien als Volk, wenn auch als ein nun seinerseits unter: in Zeiten gesondert sind, mit einer bey Wilh. Grimm worfenes, gewaltsam oder freywillig unter die ältern (Ueber deutsche Runen) vorkommenden einigermaßen Bewohner zerstreutes. Wenigstens weiß noch der vergleichbar geschienen, nimmt Jomard (S. 13. 29) freylich räthselhafte Geograph aus Ravenna, Buch die in den genannten Antiquitates S. 357 tab. III. Cap. XI., da wo von der Mauritania GadiX - XI. als Runenschrift aufgeführte am Taun: tana die Rede ist, zu bemerken „ubi gens Vantonflusse (Massachusetts) sogar unter seine libyschen dalorum a Belisario devicta fugit et nusquam mit in Anspruch.

comparuit,“ was auf ein Zurüdweichen ins Innere

rathen ließe. Sey nun das anscheinend germanische Streif: licht, das von dieser Seite auf unsern Stein fallen

Wenn die Wandalen, wie Victor Vitensis könnte, zulässig oder nicht, so möge man einem Ger: manisten verzeiben, wenn er, ehe er von der Frage

in seiner um 487 geschriebenen Historia africana läßt, gleichwohl auf einer ganz andern Seite nach berichtet, bey der Ankunft auf dem neuen Boden, einem solchen sich umsieht.

nach der Zählung, die Geiserich vornehmen ließ, Von der neuen Welt ab und nach der alten

mit Weib und Kindern achtzigtausend Köpfe start blidend gewahren wir 500 Jahre vor jenem nach waren, so ist, gegen eine Behauptung desselben Westen gerichteten Besuche nordischer Germanen ei: Schriftstellers, zu vermuthen, daß die Zahl im Laufe nen weniger friedlichen, welchen ein anderer jeden:

von drey bis vier Generationen eher zu = als abge: falls germanischer, wenn auch vielleicht gemischter

nommen habe. Stamm, die Wandalen, dem nördlichen Afrika ab: gestattet haben. Nachdem sie von Spanien aus, in

(Schluß folgt) dessen schönster Provinz sie wenigstens ihren Namen ndalia, Vandalitia, Andalucia) zurüd ließen,

429 unter Geiserich über die Meerenge ge

1847. Nr. 2.

Anzeigen

Gelebrte
München.

herausgegeben von Mitgliedern
der k. bayer. Akademie der Wissenschaften.

2. Januar.

Nro. 2.

1847.

Königl. Atademie der Wissenschaften. . ein ums doppelte reicheres der minifteriellen Gom:

mission, zu Gebote.

Was Tonstige Leußerlichkeiten betrifft, aus de Philosophisch - philologische Classe.

nen man, als aus erblichen Kennzeichen auf diese In der Sißung am 5. December v. I. las. Hr.

oder jene Nationalität schließen zu dürfen glaubt, Professor Sd meller

so haben, wie früher Bruce, Peyffonel, Shaw

u. 1., in jüngster Zeit Franzosen und Deutsche im Ueber einen in Nordamerika in einem

Bereiche des weiten Kriegsschauplates am Utlas auf Grabhúgel am Ohio gefundenen diesen Umstand ein Auge gehabt. (Ausland v. 1837 Stein mit eingegrabenen Chara k- S. 1086. 1091, von 1846 S. 43. udg. Zeitung teren, nach einer von E. Fr. Jomard v. 1839 Beylage S. 2495 – 6.) Es hat den in der französischen Académie des Inscrip- Beobachtern nicht gefehlt an Kabylen mit flachsgeltions et Belles - lettres gelesenen Notiz.

bem Haar und himmelblauen Augen, ja fogar nicht an einem solchen, der dem deutschen Frager mit

deutscher Serzlichkeit sagte: ani ben ek bali (ich (Schluß.)

bin ein Sohn deiner Väter), und wie sein Stamm

noch immer die Sage bewahre, daß er vor vielen, Jedenfalls aber, worauf es hier allein ankommt, kann det mehr als hundertjährige Aufenthalt dieses

vielen Sommern aus des Fragers Lande gekommen. nordischen Volkes und seine wahrscheinliche Ber:

Doch, wie trüglich, besonders da, wo eine vorgefaßte mischung mit den frühern Bewohnern, mögen nun

Meinung sie in Beschlag nimmt, dergleichen Erschei: diese, nach Dbigem, Mauritanen, Numiden, Libner,

nungen fenen, liegt am Lage. Einen ungleich siche: Berbern, Kabylen oder wie immer genannt werden,

rern Halt würde immer die Sprache gewähren, und

Und in folcher kaum ohne allen Einfluß auf deren Sprache geblie: diese hinwieder, je älter sie wäre. ben fern. Freylich, in der jevigen Berbersprache

Hinsicht darf wohl gesagt werden, daß die Entzifnoch germanische Spuren herauszufinden möchte noch

ferung der nicht punischen und nicht arabischen Stein: bedeutend schwieriger senn als dies schon in Bezug Inschriften, zu denen sich vielleicht auch noch anderes auf das jevige Spanische oder Italienische der Fall

Schriftliches findet, neben dem unbestrittenen allge: ist. Doch haben die jüngsten Ereignisse in den Län:

meinen Interesse, für uns auch noch wenigstens ei: dern am Atlas die Möglichkeit, auch diese Art von

niges besondere haben könnte. Eigenheiten ihrer Bewohner genauer kennen zu ler: Doch zum Schlusse und von dieser germanischen nen, um vieles näher gerückt, und schon steht end: Abschmeifung zurück über Afrika zu unserm amerikani: lich Benture's Wörterbuch der Berbersprache, das ichen Steinchen! Uus seinen Charakteren, in welchen fünfzig Jahre lang als Ms. da gelegen hatte, und Jomard fo viele Lehnlichkeit mit den afrikanischen

fich zum Theil ganz gleich auch auf den afrikanischen regt, überwältigten sie und beherrschten bis 534 den Inschriften zeigen, in Betracht zog, ihn wieder so Norden von Afrika. Bon da aus ließen sie auch ziemlich aufgeben.

die europäischen Inseln und Küstenländer des Mit:

telmeeres, selbst Rom, nicht unbesucht, und es ist Unferne lag allerdings, in Erwägung jenes

möglich, daß eben auch nach ihrem Namen von den frühern normannischen Besuches, der Gedanke an

im Stammlande Gebliebenen wie von den Angelgermanische Runen. Und wirklich hatte, auf an:

sachsen jenes Meer lange die Wendelfee (Wenfrage Jomard's, Rafn, in Kopenhagen sich für

delsea, Wentilseo) genannt worden ist. Da wir folche, und zwar für angelsächsische erklärt. Allein

über sie, die Barbaren und noch dazu arianische alle Arten dieser frühern germanischen Steinschrift,

Keper, fast nur Nachrichten von Ueberwundenen und so weit fie bekannt sind, zeigen eine von unsern

von Rechtgläubigen haben, so ist an ihrem Namen fraglichen zu merklich verschiedene Haltung, als daß

später und zum Theil wohl noch bis heute der Be: man diesen so leicht denselben Ursprung zutrauen

griff ausgezeichneter Rohheit haften geblieben. Dem könnte.

Ten wie ihm wolle. Genug, sie haben sich über zwar in solchen Dingen ist das Urtheil schwie: die hundert Jahre im Besite Afrika's zu behaupten rig, und während z. B. mir unter den in Nafn's An- vermocht. Und wenn die Entscheidungsschlacht gegen tiquitates Americanae abgebildeten Felseninschriften Belisar sie ihren König und die Herrschaft gekostet, nur die der Portsmouthrods auf Rhode Island so ist wenig wahrscheinlich, daß sie dieselbe, wie (S. 397. 401. tab. XIII, fig. 1. 2. 3), da fie Procopius nach einer den Alten geläufigen Redensebenfalls meist aus geraden Strichen besteht, die sich art anzubeuten scheint, nicht überlebt haben sollten unter allerley Winkeln berühren, und durch Linien als Volk, wenn auch als ein nun seinerseits unter: in Zeilen gesondert sind, mit einer bey Wilh. Grimm worfenes, gewaltsam oder freywillig unter die ältern (Ueber deutsche Runen) vorkommenden einigermaßen Bewohner zerstreutes. Wenigstens weiß noch der vergleichbar geschienen, nimmt Jomard (S. 13. 29) freylich räthselhafte Geograph aus Ravenna, Buch die in den genannten Antiquitates S. 357 tab. III. Cap. XI., da wo von der Mauritania GadiX – XI. als Runenschrift aufgeführte am Taun- tana die Rede ist, zu bemerken „ubi gens Vantonflusse (Massachusetts) sogar unter seine libyschen dalorum a Belisario devicta fugit et nusquam mit in Anspruch.

.comparuit,“ was auf ein Zurü£weichen ins Innere

rathen ließe. Sey nun das anscheinend germanische Streif: licht, das von dieser Seite auf unsern Stein fallen

Wenn die Wandalen, wie Victor Vitensis könnte, zulässig oder nicht, so möge man einem Ger: manisten verzeihen, wenn er, ehe er von der Frage

in seiner um 487 geschriebenen Historia africana läßt, gleichwohl auf einer ganz andern Seite nach berichtet, bey der Ankunft auf dem neuen Boden, einem solchen sich umsieht.

nach der Zählung, die Geiserich vornehmen ließ, Von der neuen Welt ab und nach der alten

mit Weib und Kindern achtzigtausend Köpfe ftark blidend geroahren wir 500 Jahre vor jenem nach waren, so ist, gegen eine Behauptung desselben Westen gerichteten Besuche nordischer Germanen ei- Schriftstellers, zu vermuthen, daß die Zahl im Laufe nen weniger friedlichen, welchen ein anderer jeden:

von dren bis vier Generationen eher zu = als abge: falls germanischer, wenn auch vielleicht gemischter

nommen habe. Stamm, die Wandalen, dem nördlichen Afrika ab: gestattet haben. Nachdem fie von Spanien aus, in

(Schluß folgt.) dessen schönster Provinz sie wenigstens ihren Namen andalia, Vandalitia, Andalucia) zurüd ließen,

429 unter Geiserich über die Meerenge ge

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