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Herausgegeben

von Mitgliedern der k. bayer. Akademie
der Wissenschaften.

Zweyundzwanzigster Ban d.

München,

gedruckt in der k. Central-Schulbuchdruckeren.

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Gelehrte Anzeigen.

Januar bis Juny.

1 8 4 6.

München

im Verlage der königlichen Akademie der Wissenschaften,
in Commission der Franz'schen Buchhandlung.

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München.

herausgegeben von Mitgliedern

Nro. 1. der k. bayer. Akademie der Wissenschaften.

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1. Januar.

1846.

sondern die für jene Annahme scheinbar sprechenden Versuche andere Erklärungen zulassen ?" 3) Briefliche Mittheilungen von Privaten wurden verlesen:

a) Von Herrn Justus Liebig in Gießen. b) Von Hrn. Georg Jäger in Stuttgart.

Derselbe schickte eine kurze Nachricht ein über einige in dem Thal von Marathon aufgefundene fossile Knochen. Diese Knochen waren ihm durch einen in Griechenland sich aufhaltenden Württem bergischen Architekten zugekommen und gehören dem Pferde und einer Hirschart, wahrscheinlich dem ge= wöhnlichen Reh zu. Nach der anhängenden Erde zu schließen, war der Boden, in dem sie gelegen hatten, ein ziegelrother zarter Leimen, der mehr fein geschlemmter lemnischer Erde oder armenischem Bolus als dem gewöhnlichen Diluvialmergel ähnlich Bey mehreren dieser Knochen ist die innere Oberfläche mit Kalkspathkrystallen besezt oder ihre Höhlung ganz mit Kalkspath ausgefüllt. Schließlich macht Hr. Dr. Jäger bemerklich, daß der von Hrn. Akademiker A. Wagner zur Bezeichnung eines am Fuße des Pentelikon gefundenen urweltlichen Raubthieres gewählte Name Galeotherium von ihm zufällig auch einem reißenden Thiere aus den Bohnerzgruben der schwäbischen Alb gegeben worden sey, das sich aber generisch von jenem unterscheide.

war.

Hr. Akademiker A. Wagner knüpfte an diese Mittheilung die Bemerkung an, daß die fosfilen Knochen vom Thale von Marathon in ähnlichen Lagerungsverhältnissen und in demselben rothen Leimen wie die am Fuße des Pentelikon ausgegrabenen und von ihm beschriebeneu vorzukommen scheinen

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