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Neuer Anzeiger

für

Bibliographie und Bibliothekwissenschaft.

Jahrgang 1856.

Herausgegeben

von

Dr. Julius Petzholdt,
Bibliothekar Sr. Majestät des Königs Johann von Sachsen, sowie Sr. Königl. Hohelt
des Kronprinzen Albert, Herzogs zu Sachsen, und der Prinzl. Secundogenitur-Bibliothek
zu Dresden, Mitglied des Königl. Philologischen Seminars und der Griechischen Ge-
sellschaft zu Leipzig, sowie des Königl. Sächsischen Alterthums - Vereines und der
Naturwissenschaftlichen Gesellschaft zu Dresden, Ehrencorrespondent der Kaiserlichen
Öffentlichen Bibliothek zu St. Petersburg, Inhaber der Kaiserl. Russischen grossen
goldenen Medaille und der Kaiserl. Königl. Oesterreichischen und Königl.

Preussischen goldenen Medaillen für Wissenschaft.

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Dresden,
G. Schönfeld's Buchhandlung (C. A. Werner).

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NEUER ANZEIGER

für

662,28

Bibliographie und Bibliothekwissenschaft.

Herausgegeben von Dr. J. Petzholdt.

Januar.

1856. Inhalt: Die nationalen Bibliographien. Biographisch - litterarische Mittheilungen über L. Fr. W. A. Seebeck, ein Beitrag zu einer deutschen Nationallitteratur. Die Kataloge von Büchern zu herabgesetzten Preisen. Zur Italienischen Bibliographie, eine Probe aus Petzholdt's bibliographischem Handbuche für Deutschland. Litteratur und Miscellen. Allgemeine Bibliographie. Carl B.Lorck's Skandinavischer Litteraturbericht.

(1.) Die nationalen Bibliographien. Im Bereiche der Bibliographie nehmen die periodisch erscheinenden nationalen Bibliographien eine vorzügliche Stelle ein: sie bilden die Grundlage und Hauptquelle für einen grossen Theil aller bibliographischen Arbeiten, und es hängt daher auch die mehr oder weniger gute Beschaffenheit der letzteren von der der ersteren wesentlich mit ab. Aus diesem Grunde verdienen die nationalen periodischen Bibliographien von Seiten Derer, die sich mit ihrer Anfertigung zu beschäftigen haben, eine besondere Aufmerksamkeit, die, wenn sie auch nicht allemal und vielleicht nur in den wenigsten Fällen von Denen, welche sich dieser Bibliographien behufs ihrer Arbeiten bedienen, richtig zu schätzen verstanden wird, doch unter keinerlei Umständen vernachlässigt werden darf. Leider sind die Grundsätze, nach denen diese Bibliographien bei den verschiedenen Nationen gearbeitet werden, nicht überall durchaus wissenschaftlich befriedigende, was wohl darin seinen Grund haben mag, bei ihrer Anfertigung meist mehr die Bedürfnisse des Buchhandels als die der Wissenschaft im Auge hat. Der Anzeiger, der natürlich diese Bibliographien vielfach zu benutzen und näher zu prüfen Anlass hat, glaubt seinen Lesern einen Dienst zu erweisen, wenn er es einmal unternimmt, eine Uebersicht alles Dessen zu geben, was er in Bezug auf die Eigenthümlichkeiten der einzelnen Bibliographien, ihre Vorzüge und Nachtheile, zu bemerken Gelegenheit gehabt, und damit die Erörterung der Frage, inwiefern die eine und die andere der an solche Bibliographien mit Recht zu stellenden Anforderungen entspreche, in Verbindung zu bringen. Dies kann auf zweierlei Weise geschehen: entweder kann zuvor eine Uebersicht über alle diejenigen Forderungen gegeben werden, welche eine gute nationale Bibliographie zu befriedigen hat, und dann, als Probe, inwieweit die einzelnen Bibliographien diesen Forderungen Folge

dass man

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